Baugeldzinsen bleiben extrem günstig
Experte rät jetzt zum Kauf von Eigenheim
Noch immer sind die Baugeldzinsen so niedrig wie seit Jahren nicht mehr – und das, obwohl sie bereits wieder leicht angestiegen sind. Der Grund für die historisch niedrigen Baugeldzinsen: Investoren bevorzugen weiterhin deutsche Staatsanleihen und Pfandbriefe. Kreditinstitute können deshalb ihre Hypothekendarlehen günstig refinanzieren. Die guten Konditionen geben die Banken an die Kunden weiter, da der Wettbewerb am Baufinanzierungsmarkt stark umkämpft ist.
Für Baufinanzierungskunden ändert sich vorerst also nichts. Davon geht zumindest Robert Haselsteiner, Vorstand des Finanzierungsvermittlers Interhyp, aus. Zwar seien die Zinsen für längere Laufzeiten zuletzt schon gestiegen – im langjährigen Vergleich sind sie aber immer noch extrem günstig. „Wir empfehlen daher, nicht mehr auf sinkende Zinsen zu spekulieren, sondern für Sicherheit zu sorgen. Bauherren und Immobilienkäufer müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken – diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann kein Fehler sein“, erklärt Haselsteiner.
Seine Empfehlung: eine Tilgung von zwei bis drei Prozent bei diesem niedrigen Zinsniveau. So bleibe die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar. „Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt“, sagt Haselsteiner. So könnten Immobilienkäufer das Risiko abwenden, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen.
